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Archiv für Mai 2008

Andere Fahrräder rosten….

In Uncategorized on 28. Mai 2008 at 6:15

Am Bahnhof Pankow

Radtour am Mauerweg (Wedding/Prenzlauer Berg)

In Uncategorized on 16. Mai 2008 at 6:58

In unserem neuen Touren-Portal http://panke.info/pages/portal-touren.php wird unter der Tour C 2 eine Radtour vom Mauerpark in Richtung Panke und Schönholz beschrieben.

Bei der Eröffnung des entscheidenden Teilstücks, das die Lücke zwischen Prenzlauer Berg, Pankow und Wedding schloss, erschien folgender Artikel:

Seit August 2004 endet die Grüntaler Straße an ihrem Nordende nicht mehr stumpf an der S-Bahn. – Eine neue Trasse ermöglicht Fußgängern und Radfahrern wieder die historische Verbindung zwischen dem Wedding und der Esplanade in Pankow. Neu errichtet wurde dafür nur ein kleiner Teil unter den beiden S-Bahn-Unterführungen. Im Jahr 2001 haben Senat und Abgeordnetenhaus beschlossen, die 160 km lange Strecke entlang der ehemaligen Berliner Mauer als Rad- und Fußweg zu erhalten. Wo erforderlich, sollte der Weg durch Lückenschlüsse ergänzt werden. Für dieses von ihm initiierte Projekt hat sich der Grünen-Politiker Michael Cramer, heute Europaabgeordneter in Brüssel, jahrelang mit viel Energie eingesetzt: „Es hat sich in den letzten Jahren eine ganze Menge getan“, sagt Cramer. „Eine der spektakulärsten Verbesserungen war dabei die Unterquerung der Bahnstrecken nördlich der Bornholmer Straße und die Verbindung von der Norwegerstraße zum Schwedter Steg.“

Weltweites Interesse
Außerhalb Berlins finden seine Vorträge über den weltweit einmaligen Mauerweg großes Interesse, sogar in New York. Und was Cramer besonders wichtig für die Bekanntheit des Mauerwegs ist: der Weg ist größtenteils schon ausgeschildert. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat außerdem angekündigt, für 3,5 Millionen Euro die gesamten 160 km noch im Jahr 2005 fertig zu stellen. Und wer einmal den ganzen Weg abfahren möchte, kann auf Michael Cramers Broschüre „Mauerstreifzüge“ oder auf den „Bikeline“-Routenführer vom Verlag Esterbauer zurückgreifen.

Fahrradverkehr in der Stadt fördern
Der Mauerweg genießt also von Seiten des Senats eine gewisse politische Priorität – auch, um den Fahrradverkehr in der Stadt zu fördern: „Der Weg stellt eine alte durch den Mauerbau unterbrochene Verbindung wieder her“, heißt es in der Presseerklärung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Finanziert wird das Projekt zum Großteil durch den Bund und die Europäische Union. Zwischen Wedding und Pankow, südlich des so genannten „Nassen Dreiecks“, kamen noch Mittel der Deutschen Bahn hinzu, die dort eine Grünfläche als Ausgleichsmaßnahme für andere Bauprojekte anlegen ließ.
(Foto: Bösebrücke am S-Bahnhof Bornholmer Straße/ehemalige Grenze)

DDR-Betonkübel denkmalgeschützt
Stefan Wallmann (Foto) war als Landschaftsarchitekt für den Lückenschluss zwischen Wedding und Pankow mitverantwortlich. „Das Grundprinzip der Verlängerung der Grüntaler Straße war die Erhaltung des Straßencharakters mit Gehweg, Bordstein und Fahrbahn“, sagt Wallmann. Daher gibt es unter den Brücken auch keine Pflanzen. Der Pankower Teil des Projekts hat hingegen eher Grünflächencharakter. Die Betonkübel vor der Esplanade aus DDR-Zeiten sind denkmalgeschützt und mussten daher in die Gestaltung integriert werden. Wallmann ist außerdem noch für weitere 65 km des Mauerwegs zuständig, wobei er insgesamt nur wenig gestalterischen Spielraum sieht: „Es geht eher darum, Verbindungen wieder herzustellen und alte Spuren wieder nutzbar zu machen“ erklärt der Planer. „Um Hinweise auf historisch bedeutsame Punkte in der früheren Grenzanlagen, geht es beim Mauerweg nicht“, sagt Wallmann. „Auf Initiative der Kiezbewohner könnten jedoch Hinweisschilder entwickelt werden, die auf historische Stellen aufmerksam machen.“ So führt der Weg beispielsweise unter der Bösebrücke hindurch, wo am 9. November 1989 der erste Grenzübergang geöffnet wurde.

Kirschbäume aus Asien
Der neue Weg verbindet nicht nur West mit Ost, sondern auch Europa mit Asien. Viele der Kirschbäume am Mauerweg sind nämlich von der japanischen Sakura-Stiftung kurz nach der Wiedervereinigung angepflanzt worden. Finanziert wurden sie durch Spenden japanischer Bürger, auch die im Jahr 2004 neu angepflanzten Bäume. Nicht nur sie dürften für die Bewohner des Soldiner Kiez guter Grund sein, die neue Grünanlage zu nutzen – bislang galt das Areal für den Senat höchstens als „durch den Grenzverlauf deutlich benachteiligter Stadtbereich“.
(Foto: Widmungsstein für die japanischen Kirschbäume)

Mauerweg in der Nähe des Soldiner Kiez
Der Berliner Mauerweg beginnt am S-Bahnhof Wollankstraße und führt dahinter durch eine Hain an Kirschbäumen bis zum Pankeradweg.
Am Ende der Grüntaler Straße an der S-Bahntrasse führt die Unterführung zum Mauerweg in Richtung Bösebrücke und Prenzlauer Berg.

AKTUELLE ERGÄNZUNG:
Auf http://panke.info/pages/portal-touren.php gibt es viele Tourenvorschläge und eine Radtour die Panke entlang. Unbedingt mal nachlesen!

Stand: 03.05.2005 Autor: Joachim Faust Fotos: JF/ka

Eine sichere Bank?

In Uncategorized on 16. Mai 2008 at 5:27

„Im Rahmen der Schadensprävention wurde festgestellt, dass mit Ihrer Karte ein Missbrauch stattfand.“ Mit diesem lapidaren Schreiben teilte die Sparkasse meiner Frau mit, warum ihre EC-Karte neulich eingezogen wurde. Meine Frau hatte an einem Geldautomaten der Dresdner Bank am U-Bf. Reinickendorfer Straße Geld abgehoben und sich über die eigenartige Plastikummantelung rund um den Kartenschlitz gewundert. Was sie nicht bemerkt hatte, war, dass die Daten auf dem Magnetband der Karte in dem Gummiaufsatz dupliziert wurden. Man denkt, so was passiert immer nur anderen. Immerhin scheint nichts zu fehlen, wie ein erster Blick auf die Kontodaten ergab. Und dass die Bank die Manipulation schnell bemerkt hat, beruhigt zumindest ein wenig. Aber: „Wir bitten Sie, Ihre Kontoauszüge aufmerksam zu prüfen“, schliesst das Schreiben der Sparkasse. „Vielen Dank für Ihr Verständnis.“

Kinderspieleckenfreie Zone

In Uncategorized on 13. Mai 2008 at 4:41

Ich habe lange im Prenzlauer Berg gewohnt und lebe jetzt im Wedding. Es macht mir Spaß, regelmäßig in „meinem alten“ Bezirk zu sein und zu beobachten, wie sich dieser immer mehr verändert. Allerdings ist dies nicht mehr meine Welt, es scheint, als ob im P’Berg alles, was anders ist als die Mehrheit, an den Rand oder in andere Ortsteile vertrieben wird. Mittlerweile sind die meisten Bewohner selbst so einheitlich in ihrer scheinbaren Individualität, dass es eben den Abstand und den Blick von außen braucht, um das noch zu erkennen.

Ich habe gestern einem Freund geholfen, sein Ladengeschäft in einer Straße nahe des Wasserturms einzurichten. Er hat seine berufliche Existenz auf einen Kundentyp aufgebaut, der in dieser Gegend tatsächlich zahlreicher vertreten ist als woanders. Zuerst hat er überlegt, die in diesem Umfeld übliche Raumnutzung anzubieten, jetzt wo er über genügend Platz im Geschäft verfügt: aber ist es nicht geradezu revolutionär in dieser gar-nicht-mehr-so-originellen Gegend, eben keine Kinderspielecke und keinen Latte Macchiato anzubieten? Oder hängt der Geschäftserfolg mittlerweile davon ab, wie sehr man sich dem Mainstream des Prenzlauer Bergs anpasst?

Tourismus für Berliner in ihrer eigenen Stadt

In Uncategorized on 13. Mai 2008 at 6:48

Ich behaupte, dass es Tourismus auch in der eigenen Stadt gibt. Man kann in dieser riesigen Stadt unmöglich alles kennen. Wer nur die Hauptverkehrsstraßen benutzt, versäumt so einiges. Und wer weiß schon alles, was Krieg und Abrisswut noch alles übriggelassen haben?

Um dem abzuhelfen, baue ich ein lokales Tourismus-Portal auf. Es ist zu finden unter http://panke.info/pages/portal-touren.php . Es gibt verschiedene Touren, die nach dem Baukastensystem selbst zusammengestellt werden können. An der Darstellung und Druckbarkeit wird allerdings noch gearbeitet!

Das Portal richtet sich in erster Linie an Bewohner der Innenstadtbezirke und des Nordosten Berlins.

Viel Spaß beim Ausprobieren…

Im Winter Wedding Dress, im Frühling Eis

In Uncategorized on 5. Mai 2008 at 6:52

Die Baugruppe

In Uncategorized on 5. Mai 2008 at 6:45

“Es wird sogar verschiedenfarbige Blumen im Garten geben”, sagt die beteiligte Architektin Antje Mehnert beim Richtfest. Die Zuhörer lachen. Die Blumen sind nur ein Beispiel für den langen Diskussionsprozess, den die Bauherren bei der Planung ihres Hauses durchlaufen haben. Der andere Architekt Stephan Thiele drückt es so aus: “Wir haben nicht ein Mehrfamilienhaus, sondern neun Einfamilienhäuser übereinander gebaut.” So individuell waren die Wünsche der neun an der Baugruppe beteiligten Familien, die auf der Baulücke Kopenhagener Straße 18 mitten im Prenzlauer Berg ihren Traum verwirklicht haben. Kein Grundriss gleicht dem anderen, jeder Bodenbelag und jede Fliese sind von jedem Eigentümer ausgewählt worden. “Uns war am wichtigsten, dass wir hier auch einen Garten haben werden”, sagt Tobias Jentsch. Schließlich werden in den zehn Wohnungen von Anfang an zwölf kleine Kinder leben, von denen das Jüngste sogar erst kurz vor dem Richtfest geboren ist. Jentsch verwirklicht aber auch ein anderes Anliegen, das eine andere Generation betrifft: seine Eltern, Ende sechzig, werden ebenfalls in dem Haus einziehen. Rüdiger Jentsch und seine Frau werden dafür ihr Eigenheim in Oldenburg aufgeben und mitten in die Großstadt Berlin ziehen. “Wir wollen von der kulturellen Vielfalt Berlins profitieren”, erklärt Jentsch senior, aber er freut sich auch auf die Gartenarbeit. Sein Sohn Tobias findet an der Vorstellung, mit seinen Eltern zusammenzuwohnen, nichts Besonderes: „Das war doch früher auch selbstverständlich.“

 

Dass auch zwei ältere Paare im Haus wohnen, war dem Mitinitiator der Baugruppe, Jens Kober wichtig. “Wir wollen mehrere Generationen im Haus haben”, erklärt der Mitarbeiter eines grünen Bundestagsabgeordneten. Selbstverständlich wurde der Bau als Niedrigenergiehaus ausgeführt, und auch Solaranlagen fehlen nicht. Auch ansonsten ist die Mischung der Hausbewohner typisch für das Stadtviertel, in dem das Haus entstanden ist: “Es wohnen eigentlich nur Akademiker hier”, stellt Kober fest. Das liegt sicher auch daran, dass die anderen Mitglieder der Baugruppe aus dem weiteren Freundes- und Bekanntenkreis rekrutiert wurden. Und architektonisch? “Es mussten strenge Vorgaben eingehalten werden, weil das Haus gegenüber dem denkmalgeschützten Umspannwerk gebaut wurde”, erklärt Architektin Mehnert. So musste auch auf die geplante Dachterrasse verzichtet werden: “Es soll hier im dicht bebauten Gleimviertel keinen Wildwuchs auf den Dächern geben”, sagt die Architektin, die mit Architekt Stephan Thiele selbst zur Baugruppe gehört.

Allen zukünftigen Bewohnern ist gemeinsam, dass sie die Vorteile der Stadt mit denen des individuellen Bauens verbinden wollten: auf der einen Seite die städtische Infrastruktur (200 Meter zur U- und S-Bahn), auf der anderen Seite eigene Träume realisieren zu können und einen Gemeinschaftsgarten zu haben: “Wir wollten einfach einen Ort, wo unsere Kinder unbeaufsichtigt spielen können und einmal nicht betreut sind”, erklärt Jens Kober seinen Traum. “Und gleichzeitig möchte ich auch keine langen Wege in Kauf nehmen, um auch mal ein Bier trinken zu können.”

Die im Kiez engagierten Bürger trauern einstweilen um die Pappel, die sich auf dem Baulückengrundstück früher befand: „Es ist schade um die kleine Stadtbrache, wo die Kinder spielen konnte“, sagte Jacqueline Röber vom Bürgerverein Gleimviertel. Zum Ausgleich hat die Baugruppe in ihrem Garten drei neun Meter hohe Bäume vorgesehen. Außerdem beteiligt sich die Baugruppe an einer Pflanzaktion für Straßenbäume im Viertel. “Wir sind Bürger und keine anonymen Investoren. Wir schließen letztendlich auch eine Baulücke.” erklärt Bauherr Tobias Jentsch. Hier zeigt sich, welche schöpferische Kraft entsteht, wenn ähnlich gelagerte Interessen Einzelner zusammenfinden.

Helsinki ist wie Berlin, nur am Meer

In Uncategorized on 5. Mai 2008 at 6:40

Wo der Mann herkommt, geht im Moment die Sonne fast nicht unter. Dafür geht sie im Winter erst gar nicht auf. Er verkauft lappländischen Honig für vier Euro das Glas, an einem Marktstand am Berliner Alexanderplatz. Dort ist der zentrale Veranstaltungsort für das Festival HelsinkissBerlin – eine Art finnisch-deutscher Kulturaustausch. Sehr kreativ wurde hier mit den typisch deutschen Insignien eines Volksfestes umgegangen:die gleichen Buden wie sonst auch, aber zusätzlich gibt’s Fischsuppe oder auf der Flagge mit dem Berliner Bären steht „Ich bin ein Finne“. Auch Lapin Kulta-Bier gibt es hier. Ich finde das finnische Sammelsurium ziemlich witzig, ich mag halt auch das Land mit seinen skurrilen Leuten und Absonderlichkeiten. Aber was hier am Alexanderplatz im Ambiente eines Weihnachtsmarkts geboten wird, hätte in keinem Kaurismäki-Film absurder dargeboten werden können. Da werden Design-Artikel und Modelabels aus dem Design District Helsinki neben der Brutzelbude verkauft, ein Saunaimporteur hat seine Ausstellungsstücke aufgestellt und auf Schautafeln erfährt man allerhand Wissenswertes und Unnützes über die letztendlich doch recht unbekannten Finnen, die hier ihre weltoffene Seite zur Schau stellen. Als Bühnenprogramm legt ein DJ Marianne Rosenberg auf, gefolgt von finnischen Schlagern, die kein Mensch außer den paar Finnen kennt. Und es gibt einen Sprachkurs, der diese für uns nahezu unlernbare Sprache auf einen einfachen Nenner bringt: einfach an jedes Wort ein „i“ ranhängen! So wird aus der Holzbude mit Bierausschank flugs die „Helsinki-Baari“. Es würde mich interessieren, ob sich die Deutschen im Gegenzug auch so auf die finnische Alltagskultur einlassen würden. Dann müsste es mindestens Bratwürste in einer Berliini-Sauna geben oder Ähnliches.

Helsinki hat mir übrigens auch bei einem Besuch gut gefallen, ich finde, es erinnert an Berlin (der Planer der im 19. Jahrhundert aufgebauten Innenstadt war Deutscher). Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Stadt auf mehreren Inseln im Meer liegt.

Spreequelle, Spreewelle

In Uncategorized on 1. Mai 2008 at 5:55

Zu finden in der Kühnemannstraße/Ecke Verlängerte Koloniestraße