panke

Archiv für Februar 2009

Eine Katastrophe für den Katastrophenschutz

In Uncategorized on 14. Februar 2009 at 6:21

Das Übungsgelände des Technischen Hilfswerks

In Berlin-Buch, zwischen dem Pankeweg, der Autobahn A 10 und der Eisenbahntrasse (u.a. S-Bahn-Linie 2) befindet sich ein völlig zerstörter Plattenbau. Ich dachte früher, dass es sich um einen aufgegebenen Plattenbau handele, dem man den Gnadenschuss verwehrt hat. Aber dies ist hier kein besonders bizarres Beispiel des Stadtrückbaus Ost. Wie ich jüngst erfahren habe, handelt es sich in Wirklichkeit um eine Feuerwehrschule aus der DDR-Zeit. Aus schadhaften Platten wurden diese Phantomgebäude errichtet, um realistische Übungsszenarien entwickeln zu können.

Tragischerweise liegt das Areal in der Nähe der Autobahntrasse des Berliner Rings, der in Kürze um zusätzliche Spuren erweitert werden wird. Als Ausgleichsmaßnahme ist an dieser Stelle ein neuer Park geplant – und das Technische Hilfswerk muss von diesem Ort ersatzlos weichen.

Gut, dass es noch jede Menge Plattenbauten gibt, die rückgebaut werden sollen. Vielleicht ist da ja auch etwas für den Katastrophenschutz dabei.

Wo klemmt’s in Pankow?

In Uncategorized on 13. Februar 2009 at 10:19

Ich habe manchmal den Eindruck, dass in Pankow zwar die sozialen und soziokulturellen Probleme geringer sind als in anderen Bezirken Berlins, es aber trotzdem an allen Ecken und Enden „klemmt“: der Bezirk steht unter Zwangsverwaltung, man konnte sich jahrelang nicht über den Namen und das Wappen des Großbezirks einigen, das Kulturleben des Ortsteils Pankow entspricht nicht wirklich dem einer kleinen Großstadt… Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Interessant finde ich, an das Thema einmal ganz anders heranzugehen. Nachfolgend gibt es einen Abdruck eines Gutachtens, das die Geomanten Carsten Suter, Annette Brandes und Roland Buch angefertigt haben. Die Herangehensweise erscheint manchem vielleicht ungewohnt, und doch wäre es doch einmal überlegenswert, die ein oder andere empfohlene Maßnahme umzusetzen….

ERDUNG UND ZENTRIERUNG EINER STADTLANDSCHAFT

Anregungen für Geomantische Gestaltungen in Berlin- Pankow

Am 30./31. 10. 2006 beschäftigten sich die Geomanten Carsten Suter, Annette Brandes und Roland Buch bei einer gemeinsamen Ortsbegehung mit einigen sensiblen Plätzen im Berliner Stadtteil Pankow. Die Absicht dabei war, Gestaltungsvorschläge für diese Orte zu erarbeiten.

Geschichtliche Entwicklung:

Die Besiedlungsursprünge von Pankow gehen weit in die Vorzeit zurück, bis etliche Jahrtausende vor der christlichen Zeitrechnung. Lagerplatz und Siedlungspuren fanden sich aus Stein -, Bronze – und Eisenzeit.

Anfang des 13. Jahrhunderts errichteten Zisterzienser Mönche aus Feldsteinen eine Kapelle nahe des ehemaligen Gletscherabflusses Panke.

Die Mönche drangen in dieser Zeit als „Kultivatoren des Germanischen Waldes“ bis hin zur Ostsee vor, gründeten Niederlassungen in Sumpfgebieten und verwandelten diese in fruchtbares Acker und Weideland.

Das Dorf Pankow wurde etwa 1220 von einem Lokator (Beauftragter des Landesherren) als „wilde Wurzel“, also ohne slawische Vorgängersiedlung, gegründet.

Pankow ist ein typisches Angerdorf mit Dorfplatz und Kirche zwischen den Häuserzeilen. Die damals angelegte Grundstruktur und Wegführung ist heute noch unverändert erhalten.

1) Dorfplatz

2) Kastanie auf Verkehrsinsel

3) Linde auf dem Friedhof

Ende des 15. Jahrhunderts war Pankow Jagd – und Erholungsgebiet der Brandenburgischen Kurfürsten.

Eine Legende erzählt, das an dem Platz an der Panke an dem der Vogelherd des Kurfürsten Johann Ciecero stand, sich ein slawischer Tempel befunden haben soll und dieser namengebend für Pankow war, nämlich Pan = Herr und Kow= Hain, also Hain des Herrn.

Im Jahre 1662 wurde in dem an der Panke gelegenen Wiesen und Auen Land ein Landsitz errichtet der wenig später zum Schloss Schönhausen ausgebaut wurde.

Bis in die 30iger Jahre des letzten Jahrhunderts war Pankow mit das beliebteste Ausflugsziel der Berliner.

Die Schönheit des Lebens:

Auf unserer Suche nach dem Standort des oben erwähnten Tempels fanden wir in der Parkanlage eines ehemaligen Krankenhauses einen Platz, der uns durch seine Leichtigkeit und Lebensfreude beeindruckte. Wir nahmen eine Konzentration von Luftelementarwesen wahr und unmittelbar dahinter wie so oft in Zivilisationslandschaften das Kontrastprogramm in Form der Schutthalde vom Abriss eines Plattenbaus. Verletzung und Zerstörung machen auch hier den Naturkräften die Erfüllung ihrer Aufgaben schwer. Einige Meter weiter zeigte sich uns eine ähnliche Verdichtung diesmal von Erdelementarwesen, die uns direkt aufforderte,innezuhalten und die Schönheit des Lebens um uns herum wahrzunehmen und sie, diese Schönheit, in ihrer ganzen Tiefe auf uns wirken zu lassen. Ein Beispiel dafür, wie die Erde uns lehren kann, das Leben mit anderen Augen zu sehen.

Die Rübezahl-FichteEnergetische Grundstrukturen:

Die ursprüngliche Versorgung mit Lebenskraft durch den Fluß Panke und einen dort entlangführenden Lebenskraftweg ist fragmental noch spürbar und stellenweise schwach intakt. Die Begradigung der Panke an energetisch sensiblen Stellen und die Verkleinerung des Eichenhaines hat die Anbindung des Dorfes Pankow an diese Kräfte geschwächt. Letztes deutlich sichtbares Zeugnis dieser Ursprünglichkeit war die „Rübezahl-Fichte“, welche erst in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts gefällt wurde.

Allgemeiner Zustand heute:

Bei unserer Ortsbegehung konnten wir fast überall an uns selbst erfahren, wie eine moderne Stadtlandschaft mit ihrer dichten Bebauung und dem Straßenverkehr Menschen und auch Naturwesen enterdet, d. h. ihre energetische Anbindung an den Organismus der Erde ist nicht mehr voll intakt. Konkreter ausgedrückt, nach einer Stunde offensein und wahrnehmen inmitten von Autoverkehr und Einkaufsrummel waren wir ziemlich erschöpft. Allerdings gibt es in Pankow auch sehr viele Parks und Gärten, die mit ihrer z. T. beeindruckenden Pflanzenwelt eine heilsame Funktion für die Stadtlandschaft ausüben. Besonders die Restbestände der früheren Eichenwälder erlebten wir als kraftvoll und erdend. Dort konnten wir uns gut erholen und mit frischen Kräften wieder ans Werk gehen.

Die Mitte PankowsDie leere Mitte

In der Mitte des damaligen, alten Dorfes Pankow, heute Kirch- und Marktplatz in der Breiten Straße zwischen der Feldsteinkirche, heute Evangelische Pfarrkirche, im Osten und dem Markt im Westen ist ein kleiner quadratischer Platz mit Sitzbänken drumherum und einem wackeligen kleinen Backsteinsockel in der Mitte. Von der Lage auf dem Stadtplan, vor allem den älteren Plänen, her ist für uns hier die geomantische Mitte des Ortes Pankow. Für einen Ort von solcher Wichtigkeit kam uns dieser Platz armselig und verloren vor, und wir verspürten das Bedürfnis, etwas für ihn zu tun. Wir fragten diesen Ort, was er sich für eine Gestaltung vorstellen könnte oder wünsche, und bekamen alle das Symbol eines Berges oder kräftigen Steines als Antwort. Außerdem wollten die 4 Elemente und die 4 Haupthimmelsrichtungen in dieser Mitte vertreten sein. Für die praktische Umsetzung bietet sich hier das Setzen eines Findlinges mit eingearbeiteten Motiven oder Kosmogrammen in den 4 Richtungen an, um durch die Gestaltung einer Mitte die gesamte Stadtlandschaft Pankow zu erden und zu zentrieren.

Der einsame Baum:

Zwischen dem Pankower Rathaus und dem Alten Städtischen Friedhof gibt es eine kleine dreieckige Verkehrsinsel zwischen 2 breiten und vielbefahrenen Straßen, auf der ein mittelgroßer Kastanienbaum steht. Bei diesem Baum nahmen wir ein Naturwesen wahr, das aber sehr geschwächt wirkte und nur mit großer Mühe seine Verbindung mit dem Erdorganismus aufrecht erhalten konnte. Es zeigte sich dankbar für Anerkennung und liebevolle Zuwendung und regte an, durch eine Steinsetzung mehr Erdung und Aufmerksamkeit zu bekommen.

Die "Stimmgabel"Die Stimmgabel:

Auf dem Alten Städtischen Friedhof waren wir fast verzaubert von der Atmosphäre,die von einigen stehengebliebenen alten Grabmalen und den dazwischen wachsenden großen und markanten Bäumen ausging. Neben einer Linde mit stimmgabelförmigem Wuchs entdeckten wir einen Punkt auf dem Rasen, von dem aus wir eine unmittelbare Verbindung mit einigen anderen Orten der Pankower Landschaft erlebten, als ob wir selbst an diesen Orten anwesend wären. Solch einen Platz bezeichnen wir mittlerweile als Knotenpunkt im Netzwerk der Naturintelligenz. An oben erwähnter Linde selbst bekamen wir Zugang zu einer „Naturschwingung“, die alles Leben durchdringt und verbindet. Wir hatten sie anderenorts schon als „Landschaftsklang“ erfahren, weil sie den Menschen wirklich das Charakteristische einer bestimmten Landschaft fast hörbar erspüren lässt, aber auch erlebt, wie sie durch die Auswirkungen der technischen Zivilisation unterdrückt oder verdrängt wird. Aus eigener Erfahrung scheint es uns wichtig, dass die Menschen bewusst in Verbindung mit dieser Naturschwingung kommen und bleiben.

Dazu schlagen wir die Installation einer „Naturstimmgabel“ in passender Resonanzlänge vor, am besten aus einem abgestorbenen Eichenbaum gearbeitet. Diese wird an einem vielbegangenen Ort wie z. B. am Ostende des Marktes aufgestellt und macht diese Schwingung für die Menschen zugänglich und erfahrbar. Zusätzlich kann ein entsprechendes Motiv oben auf dem erwähnten „Mittenstein“ angebracht werden, um die Stadtlandschaft Pankow als Ganzes an diese Naturschwingung anzubinden.

Autor: Dipl.Geomant Carsten Suter,

Zusammenarbeit mit: Annette Brandes, Roland Buch

Webseite : www.geomanten.de

Kontakt: mail@geomanten.de

Historische Quellen:

Feuer,Stein und Eisen; Bezirksamt Pankow von Berlin 1996

Museumsverbund Pankow

Vom „Petit Palais“ zum Gästehaus; Kulturamt Pankow 1998

Sie haben verstanden

In Uncategorized on 6. Februar 2009 at 6:43
Ist der Zug abgefahren? S-Bahnhof Wollankstraße

Ist der Zug abgefahren? S-Bahnhof Wollankstraße

Wer wie ich ein im Grunde zufriedener Kunde der S-Bahn ist, hat in den letzten Jahren die deutlich abfallende Qualität dieses Unternehmens erleben dürfen. Zuerst waren es nur „Weichenstörungen“, dann wurden von mehr und mehr Bahnhöfen die Aufsichten abgezogen – und durch nichts ersetzt. Zuletzt war eine nicht abreißen wollende Kette von Störungen, Zugausfällen, Streiks und dergleichen mehr an der Tagesordnung.

Ich habe mich, als es mir am 09.11. zu bunt wurde, telefonisch beschwert, und man gab mir am anderen Ende der Leitung das Gefühl, dass man meinen Ärger verstehen könne.

Zuerst erhielt ich eine Eingangsbestätigung, mit der Bitte, mich zu gedulden und von Erinnerungen abzusehen.

Einige Zugausfälle, Weichenstörungen, Wintereinbrüche und ähnlich unschöne Ereignisse später, am 05.02., erhielt ich ein sehr freundliches Schreiben der S-Bahn, in dem man sich fast schon unterwürfig entschuldigte und mir einen 5 €- Fahrkartengutschein beifügte. Wortlaut des Schreibens: „…Auch wenn kein Personal mehr auf dem Bahnsteig ist, sollte die Beschallung von einer anderen Betriebsstelle ausgeführt sowie ebenso die Inforufsäule bedient werden.“ Mit Beschallung sind wohl die unverständlichen Lautsprecherdurchsagen gemeint, die den Ansprechpartner im Aufsichtshäuschen ersetzt haben.  Die übrig gebliebenen Mitarbeiter, die in irgendwelchen anderen Bahnhöfen sitzen, sollen diese Aufgabe nun erfüllen: „Die S-Bahn … legt bei allen ihren Mitarbeitern großen Wert auf ein freundliches und kundenorientiertes Auftreten. Dass dies in Ihrem geschilderten Fall nicht in der von uns gewünschten Weise abgelaufen ist, bedauern wir sehr.“ Außerdem wird die Hoffnung geäußert, dass ich mich künftig von den Mitarbeitern besser betreut fühle.

Dazu passt die Einschätzung eines Betriebsrats der S-Bahn, die dieser in einem Interview für die Berliner Zeitung abgab: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0206/berlin/0006/index.html

Und auch Hartmut Mehdorns „freiwillige“ Entschuldigung bei seinen eigenen Mitarbeitern, heute wegen der Datenaffäre bei der Bahn, deutet darauf hin, dass der Tiefpunkt erreicht ist und es langsam wieder weniger gewinnorientiert zugehen könnte. Aber ob auch er noch in den Chor einstimmen wird?  „Wir würden uns freuen, wenn wir Sie trotz dieses unschönen Ereignisses wieder in den Zügen.. begrüßen dürfen.“ Ich werd’s wohl müssen…

Ergänzung: Gefangen in einer S-Bahn auf der Ringbahn, zwischen zwei Bahnhöfen während diverser Signalstörungen stehend, durfte ich hören, wie sich der Fahrer zu folgender Durchsage hinreißen ließ: “Wegen diverser Signalstörungen, verursacht durch Personaleinsparungen, verzögert sich die Weiterfahrt um wenige Minuten…“