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Archiv für März 2009

Wozu Geld abheben?

In Uncategorized on 24. März 2009 at 1:48

Die Berliner Sparkasse macht uns vor, dass man die Finanzkrise einmal konsequent zu Ende denken muss. Der einzige Geldautomat im Soldiner Kiez, nämlich der der Berliner Sparkasse, befindet sich in einem Vorraum der Geschäftsstelle in der Prinzenallee. Nun werden „die lieben Kunden“ um Verständnis gebeten, dass der Geldautomat nur noch während der Filial-Öffnungszeiten zugänglich ist. Ansonsten solle man doch bitte auf die Geldautomaten im U-Bahnhof Osloer Straße oder im Gesundbrunnencenter ausweichen. Mag sein, dass Sicherheitsaspekte bei dieser Entscheidung den Ausschlag gegeben haben. Worin liegt dann aber noch der Vorteil des Geldautomaten im Vergleich zu früheren Zeiten, als man – auch nur während der Öffnungszeiten der Filiale – Geld an der Kasse abhob?

Und: welcher Kunde lässt sich eine solche Aussperrung bieten? Letztlich doch nur die, die keine Wahl haben und ohnehin kaum Geld zur Verfügung haben. Die anderen, die während der Öffnungszeiten der Filiale arbeiten müssen, sind sicher schon längst zu anderen Banken gewechselt. Mich eingeschlossen. Halt, hier passt doch wohl eher: ausgeschlossen. Außer zu den Öffnungszeiten.

Armes Pankow!

In Uncategorized on 21. März 2009 at 10:22

Schild am Bürgerpark-Portal

Armes Pankow! Sogar am bürgerlichsten Fleck, den Pankow zu bieten hat (und der auch noch genau so heißt), am Bürgerpark, soll der bezirkliche Blumenschmuck eingespart werden. Oder kalkuliert der unter Haushaltssperre stehende Bezirk Pankow gleich mit ein, dass sich die Bürger Pankows das nicht gefallen lassen werden, und setzt darauf, dass der Blumenschmuck privat finanziert wird?

Raum für Religionsausübung

In Uncategorized on 21. März 2009 at 7:41

Da wird in Berlin eine beträchtliche Zahl von Unterschriften gesammelt, damit der überkonfessionelle, verpflichtende Ethikunterricht für alle per Volksbegehren wieder aufgeweicht wird… Und in meiner Bibliothek sagt neulich die eine Angestellte zur anderen: „Stell’ dir vor, da fragt mich eben eine Muslima, ob wir hier einen Extra-Raum haben, damit sie ihr Gebet verrichten kann…“  Ich habe lange genug in Frankreich gelebt, um die Trennung von Staat und Kirche wertzuschätzen. Religion ist dort (und auch hier sollte das eine weitgehend unumstrittene Errungenschaft sein) Privatsache.