Berliner Mauerweg, Bornholmer Straße, Lebenswertes, Mauerweg, Michael Cramer, Radtour, Radtour Mauerweg, Radtour Pankow, Radtour Prenzlauer Berg, Radtour Wedding
In Uncategorized on 16. Mai 2008 at 6:58
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In unserem neuen Touren-Portal http://panke.info/pages/portal-touren.php wird unter der Tour C 2 eine Radtour vom Mauerpark in Richtung Panke und Schönholz beschrieben.
Bei der Eröffnung des entscheidenden Teilstücks, das die Lücke zwischen Prenzlauer Berg, Pankow und Wedding schloss, erschien folgender Artikel:
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Seit August 2004 endet die Grüntaler Straße an ihrem Nordende nicht mehr stumpf an der S-Bahn. – Eine neue Trasse ermöglicht Fußgängern und Radfahrern wieder die historische Verbindung zwischen dem Wedding und der Esplanade in Pankow. Neu errichtet wurde dafür nur ein kleiner Teil unter den beiden S-Bahn-Unterführungen. Im Jahr 2001 haben Senat und Abgeordnetenhaus beschlossen, die 160 km lange Strecke entlang der ehemaligen Berliner Mauer als Rad- und Fußweg zu erhalten. Wo erforderlich, sollte der Weg durch Lückenschlüsse ergänzt werden. Für dieses von ihm initiierte Projekt hat sich der Grünen-Politiker Michael Cramer, heute Europaabgeordneter in Brüssel, jahrelang mit viel Energie eingesetzt: „Es hat sich in den letzten Jahren eine ganze Menge getan“, sagt Cramer. „Eine der spektakulärsten Verbesserungen war dabei die Unterquerung der Bahnstrecken nördlich der Bornholmer Straße und die Verbindung von der Norwegerstraße zum Schwedter Steg.“
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Weltweites Interesse
Außerhalb Berlins finden seine Vorträge über den weltweit einmaligen Mauerweg großes Interesse, sogar in New York. Und was Cramer besonders wichtig für die Bekanntheit des Mauerwegs ist: der Weg ist größtenteils schon ausgeschildert. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat außerdem angekündigt, für 3,5 Millionen Euro die gesamten 160 km noch im Jahr 2005 fertig zu stellen. Und wer einmal den ganzen Weg abfahren möchte, kann auf Michael Cramers Broschüre „Mauerstreifzüge“ oder auf den „Bikeline“-Routenführer vom Verlag Esterbauer zurückgreifen. |
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Fahrradverkehr in der Stadt fördern
Der Mauerweg genießt also von Seiten des Senats eine gewisse politische Priorität – auch, um den Fahrradverkehr in der Stadt zu fördern: „Der Weg stellt eine alte durch den Mauerbau unterbrochene Verbindung wieder her“, heißt es in der Presseerklärung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Finanziert wird das Projekt zum Großteil durch den Bund und die Europäische Union. Zwischen Wedding und Pankow, südlich des so genannten „Nassen Dreiecks“, kamen noch Mittel der Deutschen Bahn hinzu, die dort eine Grünfläche als Ausgleichsmaßnahme für andere Bauprojekte anlegen ließ. (Foto: Bösebrücke am S-Bahnhof Bornholmer Straße/ehemalige Grenze) |
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DDR-Betonkübel denkmalgeschützt
Stefan Wallmann (Foto) war als Landschaftsarchitekt für den Lückenschluss zwischen Wedding und Pankow mitverantwortlich. „Das Grundprinzip der Verlängerung der Grüntaler Straße war die Erhaltung des Straßencharakters mit Gehweg, Bordstein und Fahrbahn“, sagt Wallmann. Daher gibt es unter den Brücken auch keine Pflanzen. Der Pankower Teil des Projekts hat hingegen eher Grünflächencharakter. Die Betonkübel vor der Esplanade aus DDR-Zeiten sind denkmalgeschützt und mussten daher in die Gestaltung integriert werden. Wallmann ist außerdem noch für weitere 65 km des Mauerwegs zuständig, wobei er insgesamt nur wenig gestalterischen Spielraum sieht: „Es geht eher darum, Verbindungen wieder herzustellen und alte Spuren wieder nutzbar zu machen“ erklärt der Planer. „Um Hinweise auf historisch bedeutsame Punkte in der früheren Grenzanlagen, geht es beim Mauerweg nicht“, sagt Wallmann. „Auf Initiative der Kiezbewohner könnten jedoch Hinweisschilder entwickelt werden, die auf historische Stellen aufmerksam machen.“ So führt der Weg beispielsweise unter der Bösebrücke hindurch, wo am 9. November 1989 der erste Grenzübergang geöffnet wurde.
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Kirschbäume aus Asien
Der neue Weg verbindet nicht nur West mit Ost, sondern auch Europa mit Asien. Viele der Kirschbäume am Mauerweg sind nämlich von der japanischen Sakura-Stiftung kurz nach der Wiedervereinigung angepflanzt worden. Finanziert wurden sie durch Spenden japanischer Bürger, auch die im Jahr 2004 neu angepflanzten Bäume. Nicht nur sie dürften für die Bewohner des Soldiner Kiez guter Grund sein, die neue Grünanlage zu nutzen – bislang galt das Areal für den Senat höchstens als „durch den Grenzverlauf deutlich benachteiligter Stadtbereich“. (Foto: Widmungsstein für die japanischen Kirschbäume)
Mauerweg in der Nähe des Soldiner Kiez
Der Berliner Mauerweg beginnt am S-Bahnhof Wollankstraße und führt dahinter durch eine Hain an Kirschbäumen bis zum Pankeradweg.
Am Ende der Grüntaler Straße an der S-Bahntrasse führt die Unterführung zum Mauerweg in Richtung Bösebrücke und Prenzlauer Berg.
AKTUELLE ERGÄNZUNG:
Auf http://panke.info/pages/portal-touren.php gibt es viele Tourenvorschläge und eine Radtour die Panke entlang. Unbedingt mal nachlesen!
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Stand: 03.05.2005 Autor: Joachim Faust Fotos: JF/ka
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Eintracht an der Panke, Familie mit Kindern, freie Kleingärten, Kleingarten, Lebenswertes, Parzelle
In Allgemeines on 1. Juni 2006 at 11:17
Der Sommer kommt bestimmt! In Berlin ist dann wieder Kleingartenzeit. Diese „Oasen“ gibt es an der Panke wie in kaum einem anderen innerstädtischen Gebiet. Zeit, einen Blick hinter die Kulissen zu wagen….
Man hört Vogelgezwitscher, Schmetterlinge flattern umher, nur vereinzelt sind entfernte Stimmen zu vernehmen, von Großstadtlärm keine Spur. Hunderte Berliner schätzen den Soldiner Kiez – als Erholungsort. Genauer gesagt entspannen sie sich in den zahlreichen Parzellen der Kleingartenkolonien, die es an der Panke oder zwischen Koloniestraße und Provinzstraße gibt. Die hiesigen Kleingärtner wohnen meist im Soldiner Kiez oder den unmittelbaren Nachbarvierteln und verbringen jede freie Minute auf ihrer Parzelle. „Man muss ja auch immer da sein, zum Beispiel zum Gießen“ erklärt Frau Hedzek. Sie und ihr Mann wissen ein Lied davon zu singen, wie viel Arbeit der Garten macht und wie hoch die Nebenkosten mittlerweile zu Buche schlagen. Aber die Nähe zu ihrer Wohnung an der Wollankstraße und die Gemeinschaft mit den anderen Kleingärtnern sind gute Gründe dafür, dass die beiden Rentner ihre Freizeit gerne im Garten verbringen. Junge Familien, für die das Kleingartenwesen besondere Vorteile bieten kann, sind in den Kolonien indessen weniger zu finden. Kati und Torsten Lichtblau sind Anfang 30 und haben zwei Kinder im Alter von 4 und 7 Jahren. „Wir wurden von Wohnungsnachbarn auf das Thema Kleingarten angesprochen, haben uns aus dem Bauch heraus für die Parzelle entschieden und den Entschluss nicht eine Sekunde bereut“, sagt Kati Lichtblau. Während sie erzählt, erkunden ihre Kinder, wie sich eine Schnecke bewegt, die sie im Garten gefunden haben. „Klar wünschen wir uns mehr Leute mit kleinen Kindern in der Kolonie“, sagt die Mutter. Ihre Tochter ist sogar das einzige Mädchen in der ganzen Anlage. Schließlich kommt man über die Kinder schnell mit den anderen Bewohnern ins Gespräch. In ihrer Kolonie sind jedoch höchstens 10 % unter 40 Jahre alt, schätzen die Lichtblaus. „Wer sich für einen Kleingarten entscheidet, muss sich über einige Einschränkungen bewusst sein“, sagt Torsten Lichtblau. „Es ist etwas anderes als das eigene Haus mit Garten.“ Es werde Teilnahme am Vereinsleben und die Ableistung von Gemeinschaftsarbeit erwartet, von zahlreichen Vorschriften und Verboten ganz zu schweigen. Einige erläutert Joachim Stolz, 46 Jahre alt, Vorstand des Kleingartenvereins „Eintracht an der Panke“:
„Ein Drittel der Parzelle ist mit maximal 24 m2 die Laube, Rasenfläche ein weiteres Drittel, der Rest Obst- und Gemüseanbau.“ Gerade der Anbau von Pflanzen, dem ursprünglich der Selbstversorgungsgedanke zugrunde lag, ist jedoch für Stolz ein Grund mehr, junge Familien anzuziehen: „Kindern macht es Spaß, einen Bezug dazu zu bekommen, wo das Obst und das Gemüse herkommt. Kinder gehören einfach zum Kleingartenwesen dazu!“ Stolz versucht daher, jüngere Leute für seine Anlage zu begeistern. „Geeignet ist, wer etwas für die Gemeinschaft einbringen kann, zum Beispiel eine besondere handwerkliche Begabung“, erklärt der Vorsitzende. „Wer sich nicht gerne in eine Gemeinschaft einfügt und Vereinsleben nicht mag, ist jedoch fehl am Platze.“ Dies wird jedem Interessenten in Vorgesprächen genau erläutert. „Vor dem Mauerfall gab es noch lange Wartelisten“, so Joachim Stolz. Heute ist es leichter, an eine Parzelle zu kommen. Entscheidend ist aber, ob man die Abstandszahlung für die Laube bezahlen kann. Die Pacht selbst beträgt in der „Eintracht“-Kolonie keine 100 Euro im Jahr, für die Nebenkosten an Wasser, Abwasser und Müllabfuhr sind noch einmal 500 Euro zu rechnen. Was die Allgemeinheit davon hat, zeigt Joachim Stolz an einem Beispiel: „Die Leute aus dem Seniorenheim an der Panke kommen gerne zu uns und erfreuen sich an den Gärten“. Schließlich seien gepflegte Gärten auch eine Bereicherung für den Kiez und wirkten der Verwahrlosung entgegen. Wie andere Kleingärtner ärgern sich die Lichtblaus darum ein wenig über das Ansehen der Kleingärtner: „In unserem Freundeskreis werden wir schief angeguckt, auch wenn die Bekannten gerne und lange in unserem Garten sitzen“, erklärt Torsten Lichtblau. Der Garten, wo man sich nach einem Arbeitstag entspannt, gehört für die Familie einfach zum Alltag wie die Wohnung.
Aller Vorteile zum Trotz: es scheint noch viele freie Kleingärten zu geben, und eine Verjüngungskur durch Familien mit Kindern steht noch aus – im Gegensatz zu den Kleingärten im benachbarten Prenzlauer Berg.
JatzBar, Kulturszene, LaLuz, Lebenswertes, Schrader's, Wedding im Kommen?
In Uncategorized on 12. Februar 2005 at 6:54
 Die Galerie „Gold“ an einem Freitagabend im Januar: Dicht gedrängt sitzen die Besucher auf den Bänken vor den großen Schaufenstern. Ihre Rücken verdecken die Sicht ins Innere. Die Tür lässt sich nur um einen Spalt öffnen, drin ist kaum noch Platz für Neuankömmlinge. Auf einem Stuhl steht ein Mann und rezitiert eine Geschichte. Neben ihm spielt ein Saxophonist mal schrille, mal melodische Töne passend zum Text. Der Ort dieser zur Künstlerinitiative „Kolonie Wedding“ gehörenden Veranstaltung: die Prinzenallee im Wedding.
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Farbtupfer im Wedding
Noch vor fünf Jahren, als Quartiersmanager Lukas Born mit seiner Familie in den Wedding zog, gab es das nicht: keine Auswahl, wenn es darum ging, abends auszugehen oder sich gar Kunst anzuschauen. Doch: „In den letzten drei Jahren hat sich viel bewegt. Die Kolonie Wedding, das Café Schraders, das LaLuz, die JatzBar sind entstanden“, sagt Born. „Der Wedding bekommt jetzt seine Farbtupfer, eine Kulturszene.“ Ist der Wedding also im Kommen?
Halbe Miete zieht an
Eine ganze Welle an Studenten ist in den vergangenen Monaten in den Soldiner Kiez gezogen. Die 60 „Neuen“ haben einen speziellen Vertrag mit der Wohnungsbaugesellschaft Degewo abgeschlossen. Der Anreiz: Sie zahlen für ein Jahr nur die halbe Miete. „Der niedrige Preis ist der Hauptgrund dafür, warum die Leute in den Wedding ziehen“, analysiert Born. „Hier gibt es noch Freiräume, die es woanders nicht mehr gibt. Und sie sind bezahlbar.“
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Sicherer als in Charlottenburg
Anne Müller lebt seit vier Jahren im Wedding. Die Studentin freut sie sich nicht nur über eine bezahlbare Miete, sondern mag auch die Mischung der Bevölkerung: „Arbeiter, Ausländer, Studenten. In Sachen Kriminalität fühle ich mich hier sicherer als beispielsweise in Charlottenburg“, sagt sie. Ihre Freunde dagegen haben oft noch ein negatives Bild vom Stadtteil. Doch: „Wenn sie mich hier besuchen, werden sie eines Besseren belehrt“, erzählt Müller.
Für Ausländer reizvoll
Die finnische Studentin Suvi Piirtonen findet den Wedding für ausländische Neuankömmlinge gar reizvoll: „Sie schätzen nicht nur die niedrigen Mieten, sondern haben auch keine Berührungsängste. Sie wissen nicht, welches Viertel gerade angesagt ist und welches nicht. Der Wedding hat einfach etwas Natürliches. Man sieht dort zwar mehr Probleme, aber man kann eben auch nicht die Augen vor der Realität verschließen.“ |
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Mode aus der Republik
„Wedding Dress“, eine andere von der Degewo initiierte Aktion, zog im Januar 2005 Modemacher und Künstler aus der ganzen Republik in elf leer stehende Läden in der Brunnenstraße. In einem Wettbewerb konnten sie sich als Existenzgründer präsentieren. – Die Gewinner bekommen ein Jahr lang einen Laden mietfrei zur Verfügung gestellt. Als einzige Künstlerin aus dem Wedding nahm Renate Deuter an dem Wettbewerb teil. Für sie ist es noch zu früh zu sagen, der Wedding sei „im Kommen“. Das könne jedoch schnell passieren. „Kreative suchen immer preiswerte Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten, darin liegt eine enorme Schubkraft“, sagt sie. |
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Cooler geworden
Heiko Schmidt ist einer dieser Kreativen. Seit kurzem hat er ein eigenes Café in der Schererstraße. Für ihn hat sich der Kiez schon merklich verändert. „Quantitativ und qualitativ sieht man mehr junge Leute auf der Straße. Die Bewohner sind mittlerweile einfach cooler geworden“, sagt er. Schmidt will etwas verändern, damit sein Wohnumfeld für ihn persönlich und für Gleichgesinnte attraktiver wird.
Verdrängen die „Coolen“ die Alteingesessenen?
Doch was passiert, wenn immer mehr „coole“ Leute in den Wedding ziehen? „Wenn ein Trend in Richtung Wedding geht, wird dies zwangsläufig zu Verdrängung führen“, befürchtet Renate Deuter. Doch dazu werde es nicht kommen, meint Stadtentwicklungsexperte Born. „Es gibt einen riesigen Leerstand an Wohnungen und Läden. Der muss erst mal aufgefüllt werden. – Und das dauert noch sehr lange.“ Bis dahin, so Deuter, „freuen sich die Leute, dass endlich etwas passiert.“ Dann ist es schon einmal kein schlechter Anfang, wenn Galerien und Kneipen gut besucht sind. |
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Stand: 04.03.2005 Autor: Joachim Faust/ka
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