Eine Sicht auf die Panke, die man nicht sehen kann

Zahlreiche verantwortliche Behördenmitarbeiter, Planungsbüros und Gewässerkundler haben der Panke aufgrund der bevorstehenden Renaturierung schon große Aufmerksamkeit geschenkt.
Auch Carsten Suter hat ein Gutachten über die Panke verfasst. Gemeinsam mitseiner Kollegin Annette Brandes hat er drei Wochen lang topografische Karten studiert,Messungen vorgenommen und ist bei Wanderungen entlang der Panke eingetaucht – in das Wesen des Flußsystems Panke.
Das Ergebnis liegt nun in schriftlicher Form vor und enthält Empfehlungen für die geplanten Renaturierungsmaßnahmen. Nichts Ungewöhnliches, möchte man meinen – wenn da nicht der etwas andere Blickwinkel auf das Thema Panke wäre.  Carsten Suter istGeomant, ein Experte für das Wahrnehmen von „Dingen“, die mit „bloßem Auge nicht zu sehen sind.“
Der Begriff „Geomantie“ bedeutet in etwa „Weissagung aus der Erde“ und hat einiges mit dem fernöstlichen Feng Shui gemeinsam.

Carsten Suter kam 1983 nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung nach Berlin. „Diese Ausbildung habe ich gemacht, weil mein Vater sich wünschte, dass ich einmal Ingenieur werde“, sagt der gebürtige Niedersachse, „und ich habe noch lange nach meiner wirklichen Berufung gesucht.“ Zunächst gründete er mit einer Designerin eine Modefirma, die mit einem bis dahin einmaligen Stegrock einen unerwarteten Erfolg landete. „Ich wollte immer etwas Künstlerisches machen, aber der Verkauf von Kleidung war letztendlich doch nicht meine Welt“, sagt Suter heute. 1995 verkaufte Carsten Suter die Firma und lebte zeitweilig auf einer Insel vor der kanadischen Westküste. „In der Einsamkeit machte ich viel Musik und hatte Zeit, nach einer neuen Aufgabe zu suchen“, erinnert sich Suter, der 1999 wieder nach Berlin zurückkehrte und seither in Pankow wohnt. Daher hat er auch einen Bezug zur Panke, die ihn nicht nur aus geomantischer Sicht, sondern auch als Anwohner interessiert.

Carsten Suter war lange auf der Suche nach dem, „was ihm fehlte“, wie er sagt, dachte zeitweise daran, Biobauer zu werden. „Den Bezug zur Landwirtschaft hatte ich schon als Kind auf dem Land“, sagt Carsten Suter. „Aber als ich zum ersten Mal von Steinheilkunde und Geomantie hörte, wusste ich, dass ich immer genau danach gesucht hatte“, erklärt der 47-jährige Vater von zwei kleinen Kindern. Die geomantische Ausbildung an der Schule für Geomantie „Hagia Chora“ absolvierte Suter im Rahmen von Blockseminaren in Süddeutschland, und in der Zwischenzeit bestritt er seinen Lebensunterhalt mit Taxifahren.„Jeder kennt doch die Situation, dass man gerade jemanden anrufen will – auf einmal klingelt das Telefon, und die Person ist am anderen Ende der Leitung.“ So beginnt Suter, wenn er Zuhörern von Phänomenen erzählt, die in seinem Beruf eine Rolle spielen. Die Essenz der Dinge erfassen, die um uns herum sind, so definiert Suter Geomantie. „Die Fähigkeit, nachzuprüfen, warum man zum Beispiel ein schlechtes Gefühl hat, haben viele Menschen verloren.“ Auch bei einem „Naturwesen“ wie der Panke springt das für Suter besonders ins Auge: „Mit dem, was die Menschen im Laufe der Jahrhunderte mit dem Fluss gemacht haben, haben sie auf einer geistig/seelischen, unsichtbaren Ebene ebenfalls etwas verändert“, erklärt der Geomant. Unterstützt werden kann die Heilung solcher Störungen, so schlägt er vor, durch den Einsatz von Symbolen wie z.B. künstlerisch gestalteten Kosmogrammen. „Alles ist mit allem verbunden, und die möglichen Auswirkungen von Maßnahmen kann man messen“, beschreibt Carsten Suter seinen Ausgangspunkt seiner Begutachtung. Verschiedene Aspekte dieser Art hat er in das geomantische Gutachten einfließen lassen, das seiner Meinung nach bei der Renaturierung der Panke Beachtung finden sollte.

„In der Weltsicht der Geomantie wird die Erde wie ein Organismus behandelt“, schreiben Carsten Suter und Annette Brandes in ihrem Gutachten. „Die Geomantie geht davon aus, dass Landschaften und Orte ähnlich dem Menschen beseelt sind und eine geistige Energie besitzen. Das, was der Mensch ist, ist auch die Landschaft, der Ort, da Alles mit Allem verbunden ist.“ Wie sich die Panke heute präsentiert, könne sie ihre Urqualitäten nicht mehr ausspielen, so das geomantische Fazit.

Für die Panke schlagen die Gutachter darum vor, unter anderen, Lithopunktur anzuwenden. Durch die Spaltung eines Steines, dessen Teile mit Kosmogrammen versehen und die jeweils im Quellgebiet und an der Mündung aufgestellt werden an noch zu bestimmenden wirksamen Punkten, würde der gesamte Flusslauf energetisch miteinander verbunden.

Mit Wahrnehmungsübungen vor Ort kann Suter dem Interessierten zeigen, welche Energien man spüren kann, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen. Es ist aber Aufgabe des Geomanten, die Sprache zu benutzen, die der Empfänger verstehen kann. Daher hat Carsten Suter Wert darauf gelegt, dass das Panke-Gutachten nicht zu fachspezifisch formuliert ist. Trotzdem hat er versucht, die Botschaft zu übermitteln, die ihm in Bezug auf die Panke wichtig ist: „Aus den Dingen, die mit der Erde zu tun haben, etwas Wahres sagen können – das ist es, was Geomantie ausmacht.“

Mehr Informationen unter www.geomanten.de

Wer sich für die Erde, Geomantie etc. aus rein spiritueller Sicht interessiert, findet auf der Seite http://lichtwege.wordpress.com einen sehr schönen Artikel unter dem Namen „Erde“.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s