Wo klemmt’s in Pankow?

Ich habe manchmal den Eindruck, dass in Pankow zwar die sozialen und soziokulturellen Probleme geringer sind als in anderen Bezirken Berlins, es aber trotzdem an allen Ecken und Enden „klemmt“: der Bezirk steht unter Zwangsverwaltung, man konnte sich jahrelang nicht über den Namen und das Wappen des Großbezirks einigen, das Kulturleben des Ortsteils Pankow entspricht nicht wirklich dem einer kleinen Großstadt… Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Interessant finde ich, an das Thema einmal ganz anders heranzugehen. Nachfolgend gibt es einen Abdruck eines Gutachtens, das die Geomanten Carsten Suter, Annette Brandes und Roland Buch angefertigt haben. Die Herangehensweise erscheint manchem vielleicht ungewohnt, und doch wäre es doch einmal überlegenswert, die ein oder andere empfohlene Maßnahme umzusetzen….

ERDUNG UND ZENTRIERUNG EINER STADTLANDSCHAFT

Anregungen für Geomantische Gestaltungen in Berlin- Pankow

Am 30./31. 10. 2006 beschäftigten sich die Geomanten Carsten Suter, Annette Brandes und Roland Buch bei einer gemeinsamen Ortsbegehung mit einigen sensiblen Plätzen im Berliner Stadtteil Pankow. Die Absicht dabei war, Gestaltungsvorschläge für diese Orte zu erarbeiten.

Geschichtliche Entwicklung:

Die Besiedlungsursprünge von Pankow gehen weit in die Vorzeit zurück, bis etliche Jahrtausende vor der christlichen Zeitrechnung. Lagerplatz und Siedlungspuren fanden sich aus Stein -, Bronze – und Eisenzeit.

Anfang des 13. Jahrhunderts errichteten Zisterzienser Mönche aus Feldsteinen eine Kapelle nahe des ehemaligen Gletscherabflusses Panke.

Die Mönche drangen in dieser Zeit als „Kultivatoren des Germanischen Waldes“ bis hin zur Ostsee vor, gründeten Niederlassungen in Sumpfgebieten und verwandelten diese in fruchtbares Acker und Weideland.

Das Dorf Pankow wurde etwa 1220 von einem Lokator (Beauftragter des Landesherren) als „wilde Wurzel“, also ohne slawische Vorgängersiedlung, gegründet.

Pankow ist ein typisches Angerdorf mit Dorfplatz und Kirche zwischen den Häuserzeilen. Die damals angelegte Grundstruktur und Wegführung ist heute noch unverändert erhalten.

1) Dorfplatz

2) Kastanie auf Verkehrsinsel

3) Linde auf dem Friedhof

Ende des 15. Jahrhunderts war Pankow Jagd – und Erholungsgebiet der Brandenburgischen Kurfürsten.

Eine Legende erzählt, das an dem Platz an der Panke an dem der Vogelherd des Kurfürsten Johann Ciecero stand, sich ein slawischer Tempel befunden haben soll und dieser namengebend für Pankow war, nämlich Pan = Herr und Kow= Hain, also Hain des Herrn.

Im Jahre 1662 wurde in dem an der Panke gelegenen Wiesen und Auen Land ein Landsitz errichtet der wenig später zum Schloss Schönhausen ausgebaut wurde.

Bis in die 30iger Jahre des letzten Jahrhunderts war Pankow mit das beliebteste Ausflugsziel der Berliner.

Die Schönheit des Lebens:

Auf unserer Suche nach dem Standort des oben erwähnten Tempels fanden wir in der Parkanlage eines ehemaligen Krankenhauses einen Platz, der uns durch seine Leichtigkeit und Lebensfreude beeindruckte. Wir nahmen eine Konzentration von Luftelementarwesen wahr und unmittelbar dahinter wie so oft in Zivilisationslandschaften das Kontrastprogramm in Form der Schutthalde vom Abriss eines Plattenbaus. Verletzung und Zerstörung machen auch hier den Naturkräften die Erfüllung ihrer Aufgaben schwer. Einige Meter weiter zeigte sich uns eine ähnliche Verdichtung diesmal von Erdelementarwesen, die uns direkt aufforderte,innezuhalten und die Schönheit des Lebens um uns herum wahrzunehmen und sie, diese Schönheit, in ihrer ganzen Tiefe auf uns wirken zu lassen. Ein Beispiel dafür, wie die Erde uns lehren kann, das Leben mit anderen Augen zu sehen.

Die Rübezahl-FichteEnergetische Grundstrukturen:

Die ursprüngliche Versorgung mit Lebenskraft durch den Fluß Panke und einen dort entlangführenden Lebenskraftweg ist fragmental noch spürbar und stellenweise schwach intakt. Die Begradigung der Panke an energetisch sensiblen Stellen und die Verkleinerung des Eichenhaines hat die Anbindung des Dorfes Pankow an diese Kräfte geschwächt. Letztes deutlich sichtbares Zeugnis dieser Ursprünglichkeit war die „Rübezahl-Fichte“, welche erst in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts gefällt wurde.

Allgemeiner Zustand heute:

Bei unserer Ortsbegehung konnten wir fast überall an uns selbst erfahren, wie eine moderne Stadtlandschaft mit ihrer dichten Bebauung und dem Straßenverkehr Menschen und auch Naturwesen enterdet, d. h. ihre energetische Anbindung an den Organismus der Erde ist nicht mehr voll intakt. Konkreter ausgedrückt, nach einer Stunde offensein und wahrnehmen inmitten von Autoverkehr und Einkaufsrummel waren wir ziemlich erschöpft. Allerdings gibt es in Pankow auch sehr viele Parks und Gärten, die mit ihrer z. T. beeindruckenden Pflanzenwelt eine heilsame Funktion für die Stadtlandschaft ausüben. Besonders die Restbestände der früheren Eichenwälder erlebten wir als kraftvoll und erdend. Dort konnten wir uns gut erholen und mit frischen Kräften wieder ans Werk gehen.

Die Mitte PankowsDie leere Mitte

In der Mitte des damaligen, alten Dorfes Pankow, heute Kirch- und Marktplatz in der Breiten Straße zwischen der Feldsteinkirche, heute Evangelische Pfarrkirche, im Osten und dem Markt im Westen ist ein kleiner quadratischer Platz mit Sitzbänken drumherum und einem wackeligen kleinen Backsteinsockel in der Mitte. Von der Lage auf dem Stadtplan, vor allem den älteren Plänen, her ist für uns hier die geomantische Mitte des Ortes Pankow. Für einen Ort von solcher Wichtigkeit kam uns dieser Platz armselig und verloren vor, und wir verspürten das Bedürfnis, etwas für ihn zu tun. Wir fragten diesen Ort, was er sich für eine Gestaltung vorstellen könnte oder wünsche, und bekamen alle das Symbol eines Berges oder kräftigen Steines als Antwort. Außerdem wollten die 4 Elemente und die 4 Haupthimmelsrichtungen in dieser Mitte vertreten sein. Für die praktische Umsetzung bietet sich hier das Setzen eines Findlinges mit eingearbeiteten Motiven oder Kosmogrammen in den 4 Richtungen an, um durch die Gestaltung einer Mitte die gesamte Stadtlandschaft Pankow zu erden und zu zentrieren.

Der einsame Baum:

Zwischen dem Pankower Rathaus und dem Alten Städtischen Friedhof gibt es eine kleine dreieckige Verkehrsinsel zwischen 2 breiten und vielbefahrenen Straßen, auf der ein mittelgroßer Kastanienbaum steht. Bei diesem Baum nahmen wir ein Naturwesen wahr, das aber sehr geschwächt wirkte und nur mit großer Mühe seine Verbindung mit dem Erdorganismus aufrecht erhalten konnte. Es zeigte sich dankbar für Anerkennung und liebevolle Zuwendung und regte an, durch eine Steinsetzung mehr Erdung und Aufmerksamkeit zu bekommen.

Die "Stimmgabel"Die Stimmgabel:

Auf dem Alten Städtischen Friedhof waren wir fast verzaubert von der Atmosphäre,die von einigen stehengebliebenen alten Grabmalen und den dazwischen wachsenden großen und markanten Bäumen ausging. Neben einer Linde mit stimmgabelförmigem Wuchs entdeckten wir einen Punkt auf dem Rasen, von dem aus wir eine unmittelbare Verbindung mit einigen anderen Orten der Pankower Landschaft erlebten, als ob wir selbst an diesen Orten anwesend wären. Solch einen Platz bezeichnen wir mittlerweile als Knotenpunkt im Netzwerk der Naturintelligenz. An oben erwähnter Linde selbst bekamen wir Zugang zu einer „Naturschwingung“, die alles Leben durchdringt und verbindet. Wir hatten sie anderenorts schon als „Landschaftsklang“ erfahren, weil sie den Menschen wirklich das Charakteristische einer bestimmten Landschaft fast hörbar erspüren lässt, aber auch erlebt, wie sie durch die Auswirkungen der technischen Zivilisation unterdrückt oder verdrängt wird. Aus eigener Erfahrung scheint es uns wichtig, dass die Menschen bewusst in Verbindung mit dieser Naturschwingung kommen und bleiben.

Dazu schlagen wir die Installation einer „Naturstimmgabel“ in passender Resonanzlänge vor, am besten aus einem abgestorbenen Eichenbaum gearbeitet. Diese wird an einem vielbegangenen Ort wie z. B. am Ostende des Marktes aufgestellt und macht diese Schwingung für die Menschen zugänglich und erfahrbar. Zusätzlich kann ein entsprechendes Motiv oben auf dem erwähnten „Mittenstein“ angebracht werden, um die Stadtlandschaft Pankow als Ganzes an diese Naturschwingung anzubinden.

Autor: Dipl.Geomant Carsten Suter,

Zusammenarbeit mit: Annette Brandes, Roland Buch

Webseite : www.geomanten.de

Kontakt: mail@geomanten.de

Historische Quellen:

Feuer,Stein und Eisen; Bezirksamt Pankow von Berlin 1996

Museumsverbund Pankow

Vom „Petit Palais“ zum Gästehaus; Kulturamt Pankow 1998

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Eine Sicht auf die Panke, die man nicht sehen kann

Zahlreiche verantwortliche Behördenmitarbeiter, Planungsbüros und Gewässerkundler haben der Panke aufgrund der bevorstehenden Renaturierung schon große Aufmerksamkeit geschenkt.
Auch Carsten Suter hat ein Gutachten über die Panke verfasst. Gemeinsam mitseiner Kollegin Annette Brandes hat er drei Wochen lang topografische Karten studiert,Messungen vorgenommen und ist bei Wanderungen entlang der Panke eingetaucht – in das Wesen des Flußsystems Panke.
Das Ergebnis liegt nun in schriftlicher Form vor und enthält Empfehlungen für die geplanten Renaturierungsmaßnahmen. Nichts Ungewöhnliches, möchte man meinen – wenn da nicht der etwas andere Blickwinkel auf das Thema Panke wäre.  Carsten Suter istGeomant, ein Experte für das Wahrnehmen von „Dingen“, die mit „bloßem Auge nicht zu sehen sind.“
Der Begriff „Geomantie“ bedeutet in etwa „Weissagung aus der Erde“ und hat einiges mit dem fernöstlichen Feng Shui gemeinsam.

Carsten Suter kam 1983 nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung nach Berlin. „Diese Ausbildung habe ich gemacht, weil mein Vater sich wünschte, dass ich einmal Ingenieur werde“, sagt der gebürtige Niedersachse, „und ich habe noch lange nach meiner wirklichen Berufung gesucht.“ Zunächst gründete er mit einer Designerin eine Modefirma, die mit einem bis dahin einmaligen Stegrock einen unerwarteten Erfolg landete. „Ich wollte immer etwas Künstlerisches machen, aber der Verkauf von Kleidung war letztendlich doch nicht meine Welt“, sagt Suter heute. 1995 verkaufte Carsten Suter die Firma und lebte zeitweilig auf einer Insel vor der kanadischen Westküste. „In der Einsamkeit machte ich viel Musik und hatte Zeit, nach einer neuen Aufgabe zu suchen“, erinnert sich Suter, der 1999 wieder nach Berlin zurückkehrte und seither in Pankow wohnt. Daher hat er auch einen Bezug zur Panke, die ihn nicht nur aus geomantischer Sicht, sondern auch als Anwohner interessiert.

Carsten Suter war lange auf der Suche nach dem, „was ihm fehlte“, wie er sagt, dachte zeitweise daran, Biobauer zu werden. „Den Bezug zur Landwirtschaft hatte ich schon als Kind auf dem Land“, sagt Carsten Suter. „Aber als ich zum ersten Mal von Steinheilkunde und Geomantie hörte, wusste ich, dass ich immer genau danach gesucht hatte“, erklärt der 47-jährige Vater von zwei kleinen Kindern. Die geomantische Ausbildung an der Schule für Geomantie „Hagia Chora“ absolvierte Suter im Rahmen von Blockseminaren in Süddeutschland, und in der Zwischenzeit bestritt er seinen Lebensunterhalt mit Taxifahren.„Jeder kennt doch die Situation, dass man gerade jemanden anrufen will – auf einmal klingelt das Telefon, und die Person ist am anderen Ende der Leitung.“ So beginnt Suter, wenn er Zuhörern von Phänomenen erzählt, die in seinem Beruf eine Rolle spielen. Die Essenz der Dinge erfassen, die um uns herum sind, so definiert Suter Geomantie. „Die Fähigkeit, nachzuprüfen, warum man zum Beispiel ein schlechtes Gefühl hat, haben viele Menschen verloren.“ Auch bei einem „Naturwesen“ wie der Panke springt das für Suter besonders ins Auge: „Mit dem, was die Menschen im Laufe der Jahrhunderte mit dem Fluss gemacht haben, haben sie auf einer geistig/seelischen, unsichtbaren Ebene ebenfalls etwas verändert“, erklärt der Geomant. Unterstützt werden kann die Heilung solcher Störungen, so schlägt er vor, durch den Einsatz von Symbolen wie z.B. künstlerisch gestalteten Kosmogrammen. „Alles ist mit allem verbunden, und die möglichen Auswirkungen von Maßnahmen kann man messen“, beschreibt Carsten Suter seinen Ausgangspunkt seiner Begutachtung. Verschiedene Aspekte dieser Art hat er in das geomantische Gutachten einfließen lassen, das seiner Meinung nach bei der Renaturierung der Panke Beachtung finden sollte.

„In der Weltsicht der Geomantie wird die Erde wie ein Organismus behandelt“, schreiben Carsten Suter und Annette Brandes in ihrem Gutachten. „Die Geomantie geht davon aus, dass Landschaften und Orte ähnlich dem Menschen beseelt sind und eine geistige Energie besitzen. Das, was der Mensch ist, ist auch die Landschaft, der Ort, da Alles mit Allem verbunden ist.“ Wie sich die Panke heute präsentiert, könne sie ihre Urqualitäten nicht mehr ausspielen, so das geomantische Fazit.

Für die Panke schlagen die Gutachter darum vor, unter anderen, Lithopunktur anzuwenden. Durch die Spaltung eines Steines, dessen Teile mit Kosmogrammen versehen und die jeweils im Quellgebiet und an der Mündung aufgestellt werden an noch zu bestimmenden wirksamen Punkten, würde der gesamte Flusslauf energetisch miteinander verbunden.

Mit Wahrnehmungsübungen vor Ort kann Suter dem Interessierten zeigen, welche Energien man spüren kann, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen. Es ist aber Aufgabe des Geomanten, die Sprache zu benutzen, die der Empfänger verstehen kann. Daher hat Carsten Suter Wert darauf gelegt, dass das Panke-Gutachten nicht zu fachspezifisch formuliert ist. Trotzdem hat er versucht, die Botschaft zu übermitteln, die ihm in Bezug auf die Panke wichtig ist: „Aus den Dingen, die mit der Erde zu tun haben, etwas Wahres sagen können – das ist es, was Geomantie ausmacht.“

Mehr Informationen unter www.geomanten.de

Wer sich für die Erde, Geomantie etc. aus rein spiritueller Sicht interessiert, findet auf der Seite http://lichtwege.wordpress.com einen sehr schönen Artikel unter dem Namen „Erde“.